Reisevorbereitungen

Die Freude auf die Traumreise- sie wird größer, je mehr das Abreisedatum naht.
Die Vorbereitungen verstärken die Vorfreude, und mit einigen Tipps, Links und Wissenswertem geht alles leichter.

Ein Touristenvisum ist natürlich das Allerwichtigste. Leichter könnte Indien es dem europäischen Touristen nicht machen: Man kann kinderleicht ein e-Visum beantragen, frühestens 34 Tage vor der Hinreise. Man bekommt es blitzschnell, und kann es bis 4 Tage vor der Abreise beantragen, aber natürlich sollte man es gerade im Herbst/Winter zur Hochsaison nicht drauf ankommen lassen. Es kostet 45 Euro (Stand Herbst 2017) und wird mit Kreditkarte bezahlt. Sie sollten Ihren Reisepass scannen, dieser sollte noch 6 Monate mind. gültig sein und noch 2 leere Seiten aufweisen. Ein Passbild von sich sollten Sie auch gescannt haben. Bei der Ankunft in Indien gibt es auch extra Schalter für das E-Visum—ein Ausdruck genügt. Kurz nach der Einführung wollte eine deutsche Airline (Airlines dürfen Passagieren ohne Visum ja den Bordzutritt verweigern) einer Passagierin mit e-Visum mal den Zutritt verweigern, aber nach der Bitte, sich beim Vorgesetzten zu informieren, gab der Mitarbeiter klein bei. Pingelig sind die Flughafenmitarbeiter in Indien, was Reisegepäck angeht: Feuerzeuge und anderes eventuell Gefährliches darf nicht in den Reisekoffer. Auch Rupien darf man NICHT einführen, anderes Geld schon.

Visum https://indianvisaonline.gov.in/evisa/tvoa.html

Am besten macht man Kopien seines Reisepasses, im Falle von Verlust.
Die Kontaktdaten des deutschen Konsulat in Delhi findet man hier:
http://www.india.diplo.de/Vertretung/indien/de/02__Delhi/__Botschaft__New__Delhi.html und der eigene Bereitschaftsdienst für deutsche Bürger (Notfälle) ist telefonisch unter folgender Nummer erreichbar Tel: (0091) 98 1000 49 50 (gerne auch per SMS).

Zum Thema Geld kommen wir gleich. Zuerst geht es um das Wichtigste, die Gesundheit.
Bitte gehen Sie vorher zum Tropeninstitut oder zu einem Arzt und lassen Ihren Impfstatus überprüfen.
Eine Reisekrankenversicherung ist natürlich unerlässlich, kostet nicht viel und natürlich sollte man auf der Kreditkarte eine Notreserve haben, für den Ernstfall der hoffentlich nicht eintritt.
Tropeninstitute gibt es in einigen deutschen Städten, in Berlin ist es dem Robert-Virchow-Krankenhaus angegliedert. https://tropeninstitut.charite.de/
Hier noch ein kommerzieller Anbieter aus Buch mit interessanten Tipps auf der Seite: https://tropeninstitut.de/ihr-reiseziel/indien

Das liebe Geld: Da man ja keine Rupien einführen darf, empfiehlt sich, etwas in Euro zum Wechseln zu haben, aber die Flughäfen ( und auch generell Indien) sind gut bestückt mit Geldautomaten. Bis zu 15000 Rupien sind in einem Vorgang erhältlich, wem das nicht reicht, der wiederholt den Vorgang eben. Eine Kreditkarte ist also unerlässlich. Manche Kreditkarten-Anbieter, Barclays z.B., wünschen dass man seine Reise vorher bei ihnen meldet, damit sie die Karte nicht aus Sicherheitsgründen sperren.
Auf dem Markt, im Restaurant und beim Shoppen hat man so also Bares zur Hand. Man sollte sein Schicksal natürlich nicht herausfordern, aber die kriminelle Energie ist am Berliner Zoo eindeutig höher als in Indien. Für Trinkgelder empfiehlt es sich, immer etwas dabeizuhaben, kleine Scheine. Der Fahrer weiß, wem man wann wie viel geben kann. Und Bettler: Armen Müttern mit zu dünnen Kindern kann man etwas geben. Hier sollte man trotzdem abwägen, da es vorkommt, dass Kinder nicht in die Schule geschickt werden (wo sie täglich eine Mahlzeit bekommen), weil Betteln als lukrativer angesehen wird.  Kindern besser Stifte oder Süßigkeiten oder Ähnliches. Bei den Verkäufern oder fliegenden Händlern kann man handeln. Der Fahrer ist hier mit imposanter Körpergröße und verbaler Durchsetzungsstärke auch immer ein Garant für entspanntes Shoppen.

Bekleidung und Benimm

Indien ist ein erfrischend prüdes Land, und generell eine Erholung von den europäischen Sommern, in denen auf den Straßen ein paar unschöne Fetzen aus dem Discounter malträtierte Leiber nur knapp bedecken. Indien ist ein Traum für Liebhaber der Textilkunst, und Farb- und Musterkombinationen gibt es hier in unendlicher prachtvoller Vielfalt. Verhüllen muss man sich wirklich nicht, es reicht, sich normal zu kleiden, nur Shorts und Minirock sind unüblich und einfach auch unpassend. Eine Tunika mit Leggings, Hose und Hemdchen, ein hübsches Boho-Kleid sind perfekt. Unbedingt den Koffer nicht ganz füllen, denn bestimmt kauft man sich hübsche Kleidung in Indien, und man kann sich auch günstig vor Ort etwas Schönes passgenau schneidern lassen. Beim Schuhwerk sind aufgrund des schlechten Zustandes der Gehwege High Heels vergebene Liebesmüh. In Tempeln muss man seine Schuhe ausziehen, auch Ledersachen, z.B. Gürtel, dürfen oft nicht mit hinein. In Moscheen bekommt man als weibliche Touristin am Eingang einen Überwurf, natürlich kann man selber auch ein großes Tuch mitbringen.

Die Inderinnen und Inder sind sehr herzlich und freundlich, aber ungefragt fotografieren soll man natürlich nicht. Die meisten erlauben es freundlich, oft möchten sie den Touristen im Gegenzug auch ablichten. Rentner und Geringstverdiener bessern ihr Einkommen auf, indem sie ein Trinkgeld fragen, und das ist in Ordnung. In Tempeln darf manches nicht fotografiert werden, das ist aber stets gekennzeichnet.
Warteschlangen sind geschlechtergetrennt, bitte beachten!
Küssen und Kuscheln in der Öffentlichkeit gehört sich in Indien nicht.

Kommunikation
In Indien gibt es über 17 verschiedene Sprachen, Amtssprache ist Hindi. Mit Englisch-Kenntnissen kommt man überall problemlos durch!
Steckdosen
Meistens passen die Stecker mitgenommener Geräte in die Steckdose im Hotelzimmer. Einfach alle durchprobieren, bis sich etwas Passendes findet!
Wäsche waschen
geht günstig, schnell und supersauber im Hotel.
Mückenspray abends auf die Haut auftragen.
Zeit
Time keeps on slipping into the future….durch die Zeitverschiebung sind uns die Inder im Sommer 3 ½ Stunden voraus und während der Winterzeit 4 ½ Stunden.

Flugtickets
gibt es mittlerweile Retour schon ab 620 Euro. Es lohnt sich, neben den speziellen Suchmaschinen auch mal bei den Airlines direkt zu schauen, Air France oder Allitalia und andere Anbieter haben auch oft sehr gute Angebote. Klimazertifikate zum Ermmissionsausgleich gibt es hier: https://www.atmosfair.de

Reisezeit

Es empfiehlt sich, zwischen September und März zu reisen. Von Juli und August ist abzuraten, es ist Regenzeit, was nicht nur den Reisespaß verregnet, sondern durch gefährliche Überschwemmungen eine riskante Unternehmung ist.

Essen

Wer im Urlaub abnehmen will, ist in Indien am falschen Ort. Die indische Küche ist einfach zu gut. Gewürz- und Kräuterweltmeister Indien trumpft mit einer bunten Palette an Speisen auf und die vegetarische Küche ist sehr abwechslungsreich. Die vegetarische Tradition ist berühmt, aber auch die Hähnchen- und Lammgerichte sind ausgezeichnet. Wasser sollte man nur aus Flaschen trinken. Bemerkt man, das eine angebrochen ist, sollte man sie zurückgehen lassen bzw. umtauschen. Besonders ist auch der Chai, Gewürztee, den man überall an der Straße bekommt. Frittierte Snacks kann man am Straßenstand genießen, Obst besser nur wenn man es schälen kann.

Lesen

Dies Land ist so einzigartig und so vielfältig mit seiner 5000 Jahre alten Kultur, der Geschichte, Völkern, Religionen und Traditionen und seiner eigenen dynamischen Entwicklung. Ein guter Reiseführer (Beispiel) ist das DuMont Reise-Handbuch Reiseführer Indien, Der Norden von Hans-Joachim Aubert.

Die wechselvolle Geschichte des Landes kann man sich (Beispiel) hier anlesen.Geschichte Indiens: Von der Induskultur bis heute von Hermann Kulke und Dietmar Rothermund.

Auf nach Indien—ein Land das Freude bereitet, einen immer wieder staunen lässt, wo alles anders ist, durch Pracht beeindruckt, durch Armut nachdenklich macht.

Das bunteste Land der Erde.

Sicher reisen durch Rajasthan
Safe travelling through Rajasthan

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